Fördermöglichkeiten über § 5 der Landesrahmenvereinbarung Baden-Württemberg

Mit der Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung Baden-Württemberg am 19. Oktober 2016 setzen die Krankenkassen sowie die Renten- und Unfallversicherung in Baden-Württemberg eine entsprechende Vorgabe des 2015 in Kraft getretenen Bundesgesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz) um. Ein Ziel des Präventionsgesetzes ist es, kassenübergreifende Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten zu erbringen. Die Landesrahmenvereinbarung Baden-Württemberg bietet vier Möglichkeiten, um an eine Projektförderung zu gelangen. Eine Möglichkeit der Projektförderung wurde nun dank des Engagements der gesetzlichen Krankenversicherung und des Landes Baden-Württemberg über die Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg geschaffen.

Für eine kassenübergreifende Förderung über die Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg stellen die gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg Projektmittel gemäß § 20a SGB V zur Verfügung. Die auf dieser Basis zu fördernden Projekte müssen sowohl dem Stiftungszweck als auch den Maßgaben des GKV-Leitfadens Prävention in seiner jeweils gültigen Fassung entsprechen. Auch eine trägerübergreifende Förderung ist möglich, sofern die Projekte die gesetzlichen Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg oder der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung als weitere Kooperationspartner erfüllen.

Diese Kooperationspartner legen einen wechselnden Förderschwerpunkt fest. Anträge können sowohl für neue Projekte als auch für bereits evaluierte Projekte unter Berücksichtigung der veröffentlichten Vorgaben zur Projektförderung gestellt werden. Ziel der Projektförderung ist es, auf eine nachhaltige Umsetzung des Projektes hinzuwirken.  

Schwerpunktthema

Gesundheitskompetenz für Migrantinnen und Migranten stärken

Gesundheitskompetenz spielt im Alltag eine wichtige Rolle, um Entscheidungen in den Bereichen Krankheitsbewältigung, Prävention sowie Gesundheitsförderung treffen zu können. Daneben nehmen die Komplexität des Gesundheitssystems sowie die Zahl chronischer Erkrankungen zu und damit auch die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention, was mit steigenden Anforderungen an den Einzelnen verbunden ist. 

Jedoch ist der Anteil an eingeschränkter Gesundheitskompetenz in Deutschland hoch. Liegt ein Migrationshintergrund vor, steigt der Anteil geringer Gesundheitskompetenz erneut. Dennoch darf nicht angenommen werden, dass allein Migration für eine geringe Gesundheitskompetenz verantwortlich ist. Weitere Einflussfaktoren wie bspw. soziale Aspekte müssen unbedingt berücksichtigt werden, sonst droht Stigmatisierung.1


1 Quenzel, G., Schaeffer, D. (2016) Health Literacy – Gesundheitskompetenz vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Bielefeld: Universität Bielefeld.

Antragstellung und Projektabwicklung

Anträge können jederzeit bei der Geschäftsstelle gestellt werden. Entscheidungen werden zunächst zwei Mal jährlich durch die Kooperationspartner im Rahmen des Koordinierungsausschusses getroffen.

Hierfür gelten folgende Stichtage: 31. März und 30. September

Die Antragsteller werden ab dem Stichtag innerhalb eines Zeitraumes von 3 Monaten über die Entscheidung des Koordinierungsausschusses informiert.

Bitte beachten Sie für eine Antragstellung bei der Stiftung für gesundheitliche Prävention die Fördervoraussetzungen, Ausschlusskriterien, Hinweise zur Antragstellung, den GKV-Leitfaden Prävention in seiner jeweils gültigen Fassung sowie den Stiftungszweck (siehe weitere Downloads).

Bitte nutzen Sie zur Antragstellung bzw. zur Erbringung des Verwendungsnachweises nachfolgende Formulare:

Bitte senden Sie Ihren Antrag sowohl per Post als auch per E-Mail an die Geschäftsstelle der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg

Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Else-Josenhans-Straße 6
70173 Stuttgart

E-Mail: Praeventionsstiftung@sm.bwl.de

Beachten Sie, dass die jeweilige Geschäftsstelle der örtlich zuständigen Kommunalen Gesundheitskonferenz bzw. des örtlich zuständigen Netzwerks für Suchthilfe und Suchtprävention über Ihren Projektantrag informiert ist und setzen Sie diese beim Versand per E-Mail Cc!

Bitte beachten Sie die Informationen zum Datenschutz im Impressum.